Anleihen

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Anleihen sind u.a. in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Fremdwährungsanleihen, Jumbo-Anleihen, variable Anleihen, Zeros, Floater und weitere Formen zu unterteilen. Hier soll vor allem der Sektor „Staatsanleihen“ näher beleuchtet werden. Anleiheinvestoren haben allein in Europa ein breites Angebot an Staatsanleihen, z.B. können sie in Anleihen von Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Irland, Italien, Österreich, Portugal, Spanien, Slowenien und der Slowakei investieren. Natürlich ist diese Auflistung nicht als abschließend anzusehen. Geht es um den globalen Handel mit Staatsanleihen, so gehören zweifelsohne besonders drei Länder auf die Agenda der Händler, nämlich die USA, Deutschland und Japan. Ferner könnten Großbritannien (UK), Australien und Neuseeland von Interesse sein. Staatsanleihen sind in kurz-, mittel- und langfristige Staatsanleihen unterteilt. Sie sind Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand und anderer staatlicher Körpershaften. Der Staat ist der Emittent der Staatsanleihe. Ausfallrisiken gibt es nicht nur bei Inhaberschuldverschreibungen (Zertifikaten) von Emittenten, wie den Banken. Auch staatliche Emittenten sind vor diesem Ereignis nicht befreit. Dies hat jüngst vor allem die Euro-Schuldenkrise bewiesen. Gerade aus diesem Grund sollte auf die Bonität des Schuldners geachtet werden. Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s oder Fitch sind hier hervorzuheben.

Die Bonität eines Schuldners ist nicht nur bei einer Privatperson oder einem Unternehmen von Bedeutung. Auch Länder müssen stetig auf ihre Haushalts- und Schuldensituation achten, um so einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit zu entgehen. Die Ratingagenturen haben dabei u.a. die jeweilige Schuldensituation eines Emittenten im Blick. Für das Jahr 2013 gibt z.B. folgende Infografik Auskunft über die Schuldensituation in der Eurozone – hierbei werden Defizit bzw. Überschuss in Prozent des BIP 2013 ausgewiesen.

Infografik: Euroraum machte 2013 Defizit von 3 Prozent des BIP | Statista

Quelle
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Futures auf Anleihen

Geht es um das Thema „Trading“ so soll der Handel im Anleihesektor (Bondtrading) sich hier auf den Handel mit Staatsanleihen bzw. auf den Handel von Futures auf Anleihen beziehen. Trader haben die Möglichkeiten Futures direkt zu handeln oder weitere Anlagevehikel, wie z.B. CFDs oder Knock-Out-Produkte diverser Emittenten zu nutzen. Im Falle der Knock-Out-Produkte ist meist ein Handel über den außerbörslichen Direkthandel oder über die klassischen Börsenplätze Scoach/Frankfurt und Stuttgart möglich. CFDs handeln Trader über die jeweilige Handelsplattform des CFD-Brokers. An der EUREX werden die gängigsten Futures auf Staatsanleihen bzw. Zinsderivate gehandelt. Trader sollten sich hier auf den liquidesten Kontrakt, den Euro-Bund-Future, konzentrieren. Beachte: Was für den Euro-Bund-Future gilt muss nicht für den Euro-BTP-Future gelten. Folglich „immer“ die Kontraktspezifikationen der Terminbörse prüfen und auf den Kontraktmonat achten (manche Produkte haben bereits den nachfolgenden Kontrakt als Basiswert). Futures „rollen“ – auch hier ist dringend auf die Rolltermine zu achten. Nachfolgend eine Auflistung der gängigsten Zinsderivate an der EUREX

Interessierte Anleger und Investoren bzw. Trader bekommen zur Handelsklasse Anleihen vor allem auf den folgenden Websiten weitere grundlegende Informationen:

Nochmals der Hinweis: Es empfiehlt sich in äußerst liquiden Basiswerten zu handeln. Demnach sei hier vor allem der Handel im Euro-Bund-Future nahegelegt! (30-year-Government-Bond und 10-year-Treasuries der USA gehören natürlich auch dazu)